Venceremos mit Reis und Bohnen.

Die Kubaner lieben das Essen, beinahe so innig wie ihren Rum, ihre Musik und die Liebe. (Die Reihenfolge ist beliebig). Am meisten lieben sie es, wenn es viel von allem gibt. Spätestens in der Küche treffen Sinneslust und Magenfreuden aufeinander, getreu dem alten Macho-Sprüchlein: Si cocinas como caminas, me como hasta la raspa!


Wenn Du so kochst wie Du gehst, esse ich alles - auch die Kruste! 

Daher wird - Spezialperiode hin, Sozialismus her - keine Gelegenheit ausgelassen, richtig aufzutischen. 

Meisterköche fallen nicht vom Himmel, erst recht plumpsen sie nicht in den Sozialismus. 'Cross-over' geht es anderswo auf der Welt zu, da hilft auch kein Tourismus-Boom. Die kubanische Küche war und ist konservativ und bodenständig, dabei aber so flexibel und kombinationsfreudig wie es die Umstände nunmal verlangen. Ich habe deshalb in dieses Buch alte, traditionell opulente Rezepte ebenso aufgenommen wie innovative, frugale Gerichte, die aus dem Mangel eine kleine Kunstform machen. 


Aus: 

 "Kubanisch Kochen. Gerichte und ihre Geschichte."


Hardcover, erschienen im Werkstatt-Verlag:

© Birgit Kahle 2001

4. Auflage 2014

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